Watzmann - höchste Wand der Ostalpen

Die Watzmann-Ostwand zählt mit 1800m Wandhöhe und ihren mehr als 3000 Klettermetern zu den berühmtesten Wänden der Alpen.

Der Mythos "Watzmann Ostwand" beschäftigte Michael schone eine ganze Weile. An einem strahlend schönen Herbsttag konnte ich mit ihm diesen Kletterklassiker durchsteigen. 

Damit man am nächsten Morgen zeitig früh in die Watzmann-Ostwand starten kann, muss man am Vortag mit dem Boot über den Königsee nach St. Bartholomä schippern. Nach dem Abendessen besorgten wir uns den Schlüssel für´s Ostwandlager und machten es uns dort gemütlich. 

Früh Morgens, im Dunkel der Nacht stapften wir los. Der Mond leuchtete den Talkessel aus, was uns die Orientierung erleichterte. Mit dem Licht der Stirnlampe kletterten wir im unterem Teil der Wand.

Langsam kündigte sich der Tag an, die ersten Sonnenstrahlen ließen die Wand über uns im Morgenlicht rot erstrahlen. Was für ein schönes Schauspiel, doch wir mussten weiter, der Weg zum Gipfel war noch lang. Vorbei an der Biwakschachtel erreichten wir pünktlich um 11.00 den Gipfel der Watzmann-Südgipfel.

Auf der Südseite erwartete uns ein ewig langer Abstieg durchs Wimbachgries. Die Wärme des Tages ließ unsere Wasservorräte dahinschwinden. Gott sei Dank fanden wir einen kleinen Bach entlang des Abstiegs.

Wie sich´s in Bayern gehört ließen wir uns eine Weisswurst mit Weissbier auf der Wimbachhütte schmecken ehe wir uns zum weiteren Abstieg aufmachten. 

Eine grossartiges Erlebnis durch diese Wand zu klettern.