Ortler - Südtiroler Aussichtsdom

Ein anstrengendes aber faszinierendes Bergerlebnis. Wir besteigen den höchsten Berg Tirols von der Payerhütte aus über den anspruchsvollen "Normalweg" den Tabarettagrat und die vergletscherte Nordseite

Entlang schöner Blumenwiesen stiegen wir zunächst höher zur Tabarettahütte und weiter durch einen felsdurchsetzten Steilhang zur Julius Payer Hütte. Wie ein Adlerhorst steht sie auf etwas über 3000m am Tabarettagrat. Mit einem schönen Sonnenuntergang verabschiedete sich der Tag. Die Hüttenwirtin empfing uns im Dirndl und servierte uns das ausgezeichnete Abendessen. Das sieht man nicht oft auf Hütten, noch dazu wo die Payerhütte auf über 3000m liegt.

 

Zeitig in der Früh wurde geweckt und zum Frühstückstisch geladen. Schon bald standen wir dann vor der Tür, Klettergurt und Gamaschen schon angezogen. Die Steigeisen griffbereit im Rucksack oben auf. Zuerst kletterten wir den Fels entlang bis zum Beginn des Gletschers. Die Steigeisen auf die Schuhe und übers Bärenloch erreichten wir das Lombardi-Biwak. Über viele Spalten und anfangs noch sehr steil gehts höher aufs obere Ortler-Plateau. Nun ist es nicht mehr ganz so steil, doch die Höhe brachte uns ganz schön außer Atem. Der Nebel verschleierte leider die Sicht am Gipfel, ein Erlebnis war es trotzdem. Den gleichen Weg marschierten wir wieder zurück ins Tal.

 

Eine Bergtour dies in sich hat. Der Erlebnis ist aber einzigartig und besonders eindrücklich. Die Tour wird Mechthild, Hans, Michael und mir noch lange in Erinnerung bleiben.