Mitten durch die Dolomiten

Im Villnöstal in St. Magdalena begann unser Weg "Mitten durch die Dolomiten" . Sexten, am Fusse der 3 Zinnen war unser Ziel. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir konnten nicht die ganze Strecke machen. Trotzdem waren die 4 Tage voll mit schönen Erlebnissen, tollen Panoramen und interessanten Abschnitten. 

Unter den Geislerspitzen entlang führte unsere Spur über die Gampenalm und weiter zum Zendeleskogel. Mit einer langen Querfahrt erreichten wir den Fuss des Peitlerkofels, den wir über seine steilen Südhänge bestiegen. Eine schöne Firnabfahrt hatten wir erhofft, doch der leichte Wind hat eine Kruste über die Schneeoberfläche gezogen und wir waren froh nach 1500hm Abfahrt, das Dorf Campill mit seinen schönen Bauernhöfen erreicht zu haben. 

Am zweiten Tag entschlossen wir uns wegen schlechter Sicht am Morgen und viel zu hohen Temperaturen zu einer Ausweichroute. Bei sich verbessernder Sicht erreichten wir über das Kreuzjoch  die Soubutsch - 2498m - und eine lässige Firnabfahrt lies schnell unsere ursprünglich geplante Durchquerung der Puezgruppe vergessen und wir wussten, die Ausweichroute zu nehmen war die richtige Entscheidung.

Der dritte Tag brachte uns ins Fanesgebiet. Leider verschlechterte sich das Wetter zunehmend, im Nebel erreichten wir schließlich den Gipfel des Heiligenkreuzkofels. Recht schwierig gestaltete sich wegen des Nebels die Abfahrt zur Faneshütte und wir waren froh das uns ein mitgenommenes GPS-Gerät die Orientierung wesentlich erleichterte. Die Faneshütte bietet eher mehr Hotelkomfort als Hüttencharakter; wir genossen das ausgezeichnete Essen und den grosszügigen Komfort. 

Am vierten Tag ging´s vorerst in Richtung Ciaminscharte. Viel Neuschnee und Wind zwangen uns aber zur Umkehr und Abfahrt zur Rifugio Pedrü. Nach einer Pause zogen wir wieder die Felle auf und wanderten zuerst über steile Hänge auf die Senneshochfläche zur gleichnamigen Senneshütte. Nochmals mussten wir das GPS zur Hilfe nehmen, um die Abfahrt durchs Val Salata zur Rifugio Ra Stua und weiter zur Verbindungstraße zwischen Toblach und Cortina zu finden. Mit dem Taxi fuhren wir nach Toblach ins Hotel Christina. 

Über Nacht schneite es anhaltend weiter und so entschlossen wir uns am Donnerstagmorgen auf die letzte Etappe, um die Drei Zinnen zu verzichten und die Heimfahrt anzutreten. Auch wenn die Verhältnisse und das Wetter zu wünschen übrig liessen so hatten wir doch eine super Durchquerung, mit vielen tollen Panoramen und vor allem spannenden Erlebnissen. In Obertilliach trennten sich unsere Pfade wieder und meine Gäste Karin, Niki und Hannes machten sich wieder auf den weiten Weg nach Wien, ihrem Zuhause. Die letzten Tage waren zwar anstrengend, spannend und leider hat uns das Wetter viele Ausblicke in die schönen Dolomiten verwehrt, aber wir hatten doch vier ausgefüllte Schitourentage, "Mitten durch die Dolomiten" Abseits der klassischen Durchquerung.